Alex Cazurra
Dario Oechsli
Berta Jové
Marc Graf
Konstantin Mohr
Hannah Huber
Das Projekt auf dem Areal der ehemaligen Gelatinefabrik sucht einen behutsamen Umgang mit dem Bestand. Er wird auf der einen Seite von störenden Verklebungen zugunsten von neuen Zugängen und Wegen befreit. Auf der anderen Seite wird er relativ direkt mit zwei neuen Baukomplexen im Westen und im Osten verschmolzen. Volumetrie und Setzung führen die orthogonale Ausrichtung der ehemaligen Produktionsanlage konsequent weiter zu einer prägnanten Überbauung. Drei Hochpunkte akzentuieren die Silhouette an den Zugängen sowie in der Mitte am neuen Platz zur Eulach. Dieser zentrale Raum öffnet das Areal zum Gewässer und wird mit dem Hochkamin und der Pergola des wiederverwendeten Dachstuhles zu einem stimmungsvollen Ort. Durch die Anordnung der Gebäude entsteht ein transparentes und vielseitig nutzbares Freiraumgefüge, das die Umgebung einbindet und ergänzt. Verbindendes Element auf Stadtebene ist das überhohe Erdgeschoss, das in etwa die Traufhöhe der Bestandesbauten aufnimmt und den Einbau eines Galeriegeschosses zulässt. Der Dichte und den Belichtungsverhältnissen in der Anlage folgend, sind im Erdgeschoss gewerbliche und gastronomische Nutzung angesiedelt, die eine Bespielung des öffentlichen Aussenraums erwarten lassen.